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Aktuelles

Ins Wasser fällt ein Stein …

Ist eigentlich seit der Herausgabe des letzten Gemeindebriefes irgendetwas besser geworden? Nicht wirklich. In der Ukraine wütet weiterhin der Krieg, dessen Folgen wir noch nicht einmal annähernd abschätzen können. Spürbar sind jetzt schon erhöhte Kosten und Preise in vielen Bereichen.

Wir haben schon wieder viel zu wenig Niederschläge zu verzeichnen – große Sorgen um die bevorstehende Ernte machen sich breit. Die Versorgung mit Trinkwasser ist momentan noch gewährleistet, wird angesichts der Trockenheit und des teilweise immer noch sorglosen Verbrauchs quantitativ und qualitativ immer schwieriger.

Der Klimawandel und die damit verbundenen Auswirkungen nehmen in der täglichen Berichterstattung einen großen Raum ein. Die Fehler unserer bisherigen Lebensweise fallen uns gerade heftigst vor die Füße.

Und dann ist da immer noch Corona.

Wir hatten uns doch so schön eingerichtet in unserer Komfortzone und nun gibt es so vieles, was uns zeitgleich eben diese Komfortzone streitig macht.
„Gottes Schöpfung ist ein Geschenk für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der christliche Glaube ist mehr als nur die Hoffnung auf ein transzendentes Heil – er beinhaltet vor allem auch ein harmonisches, florierendes und nachhaltiges Leben im Angesicht Gottes im Hier und Jetzt. Hierbei wird dem Menschen durch seine Ebenbildlichkeit ein besonderer Auftrag zuteil. Er wurde nicht als König oder Untertan geschaffen, sondern mit der Aufgabe der Schöpfungsverantwortung versehen, die schöpferische Vielfalt auf der Welt zu bewahren. Die jüngsten Ereignisse haben noch einmal vor Augen geführt, dass die Schöpfung vor einer gravierenden globalen Herausforderung steht, die dringend menschliches Umdenken und Handlungsbedarf fordert. Schließlich ist dem evangelischen Theologen Jürgen Ebach zufolge der Mensch erst dann ganz Mensch, wenn er die Schöpfung ehrt.“  

Auszug aus einer Predigt von Stefanie Lerke und Jan Christian Pinsch (wissenschaftl. Mitarbeiter der Unis Dortmund und Paderborn)

Große Schritte wären NOT-wendig, doch wichtig ist, überhaupt anzufangen – jede*r für sich und gern auch gemeinsam. Im Gottesdienst singen wir oft das beliebte Lied „Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise“. Als Mutmacher hilft mir immer wieder die Zeile „… und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise…“
Fangen wir an, viele kleine Steine ins Wasser fallen zu lassen.

Von Herzen,
Martina Goetzke