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Der Mond ist aufgegangen

Aus dem Gemeindebrief Februar – April 2019

Mondgeflüster auf einer Winterwanderung zum Lied von Matthias Claudius

„Seht Ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön!“

Welche Ausstrahlung er hat. Matt gelb, rund und schön! Noch berührt er das von der Abendsonne zartrosa gefärbte Feld. Sonnenuntergang im Westen – Mondaufgang im Osten – bei Elbingerode im Harz: Zugleich, zusammen – Wunder – schön! Ein faszinierendes Schauspiel an einem kalten Winterabend. Seh`n wir den Mond dort stehen, ist er nur halb zu sehen? Die dunkle Seite des Mondes: Der Erde abgewandt, unbekannt, unsichtbar, geheimnisvoll. Die Chinesen versuchen jetzt, die Dunkelheit zu erhellen. Haben erste Spuren hinterlassen, die unsere Augen so nicht sehn.
„Dark side oft the moon“, we ́ll see us soon. Wir aber werden uns seh ́n an unbekanntem Ort – die Rockband Pink Floyd lässt grüßen.
Die dunkle Seite des Mondes – Geheimnisvolles zieht uns an.

„So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn“.

Wie begrenzt doch unser Sehen ist, den Aufgang, Untergang es zwar ausmisst, doch das je andere dabei vergisst. Sichtbares dem Dunklen entgegen setzt, gar Vieles mit klugen Gedanken vernetzt:

Wir stolzen Menschenkinder, …wir wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel.“

Die Schöpfung übersteigt unser Sehen: Ich will auf andren Wegen gehen. Will sehen mit dem Herzen –
des Mondes sanfter Schein: Will mir ein Zeichen werden, für Heil und Frieden hier auf Erden.

„Gott, lass Dein Heil uns schauen“,

auf Deine Schöpfung trauen, lass uns sanftmütig werden und vor Dir hier auf Erden friedvoll und „fröhlich sein“.

Ihr /Euer
Johannes Büscher, Pfr.

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