Gemeindebrief

Sieben Wochen ohne Sofort

Das neue Jahr ist für manche von uns Anlass, gute Vorsätze zu fassen und alte Verhaltensweisen zu ändern. Arnd Brummer, der Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen Ohne“ schreibt dazu u.a.:

„Millionen Menschen lassen sich jährlich mit „7 Wochen Ohne“, der Fastenaktion der evangelischen Kirche, aus dem Trott bringen. Sie verzichten nicht nur auf Schokolade oder Nikotin, sondern folgen der Einladung zum Fasten im Kopf: sieben Wochen lang die Routine des Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es ankommt im Leben. Seit mehr als 30 Jahren lädt „7 Wochen Ohne“ dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Dieses Jahr unter dem Motto: „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“.

Was soll denn das? Genau! Pause. Und dann? Mal durchatmen.

Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf vieles verlieren – nur nicht die Zeit. „7 Wochen Ohne“ möchte 2017 dazu ermutigen, aus der allgemeinen Erledigungshektik auszusteigen und „Augenblick mal!“ zu sagen, sich Zeit zu nehmen für Gemeinschaft und für gute Entscheidungen.

Zeit, den Menschen im anderen zu sehen, etwa in der Schlange im Supermarkt, auch wenn man es eilig hat. Zeit, wenn etwas schiefgeht, nicht gleich loszupoltern, sondern noch mal durchzuatmen. Statt den Zeigefinger mit der „Du bist schuld!“-Tirade auszufahren, lieber die ganze Hand ausstrecken, zuhören und vergeben. Und: Nicht sofort aufgeben! Wenn es nicht mehr weitergeht, einmal Pause machen, eine Tasse Tee trinken, nachdenken: Zeit, den Dingen und sich selber eine zweite Chance zu geben.

Dieses Innehalten hat uns Gott ganz am Anfang in unsere Zeitrechnung geschrieben: Den siebten Tag segnete der Schöpfer – und ruhte. Dazu sind wir auch eingeladen, jede Woche: Gottes Zeit feiern – bevor es wieder Alltag, wieder spannend wird.

Greifen auch Sie zu: Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort!“

Erhard Kälber

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